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Männerspezifische Gesundheitsvorsorge

Regelmäßiges Gesundheits-Screening könnte vielen Männern helfen, aktute Beschwerden zu lindern oder diese durch Früherkennung und Behandlung zu vermeiden.

Im Vergleich zu Frauen sind Männer „Gesundheitsvorsorgemuffel”. Statistisch gesehen, sterben Männer in Westeuropa um fast 7 Jahre früher als Frauen, vorwiegend an Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Krebs oder Leberzirrhose. Gerade bei diesen Erkrankungen könnte durch stärkere Früherkennung bei Männern eine Reduktion der Sterblichkeit erzielt werden.

Hinzu kommt, daß manche männerspezifische Beschwerden, insbesondere im Bereich der Sexualsphäre, von vielen betroffenen Patienten, aber auch von manchen Ärzten, unsinnigerweise tabuisiert werden. Einfach zu lösende Probleme bleiben so oft jahrelang unentdeckt und unbehandelt. Schlimmer noch, es können Folgeerscheinungen entstehen, die dann nur mit Mühe oder überhaupt nicht mehr beseitigt werden können.

Nachfolgende Informationen sollen einen kompakten Überblick über ausgewählte Themen zum Bereich Männergesundheit geben. Mit dem Ärzteverzeichnis und der online Terminbuchung gelangen Sie rasch und unkompliziert zum richtigen Spezialisten.


20-30% aller Menschen leiden einmal in ihrem Leben an einer Depression. Erschöpfung oder übermäßiger Alkoholkonsum können die Folgen einer nicht erkannten männlichen Depression sein.

Eine Depression kann ohne ersichtlichen Grund oder aber als Folge eines belastenden Ereignisses eintreten.

Anzeichen einer Depression können sein:

  • tiefe Traurigkeit
  • Einschlafstörungen
  • keine Lust mehr auf Essen, Sex oder Arbeit
  • Schuldgefühle
  • Hoffnungslosigkeit
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Entscheidungsschwäche
  • ständige unerklärliche Müdigkeit
  • starke Gewichtsveränderungen
  • Schmerzen ohne erkennbare physische Ursache
  • Gedanken an Tod oder Selbstmord

Bei Männern äußert sich eine Depression anders als bei Frauen, z.B. durch geringere Stresstoleranz, aggressives Verhalten, Alkoholabhängigkeit, Burnout-Gefühle. Oft wird eine männliche Depression nicht erkannt und es kommt zu Problemen am Arbeitsplatz oder in der Beziehung.

Wird eine Depression diagnostiziert kann die Krankheit medikamentös (z.B. Antidepressiva) und durch psychologische Betreuung und Beratung behandelt und kontrolliert werden.


Punktuell an der Vorderseite des Kopfes beginnender Haarausfall betrifft jeden dritten Mann vor Vollendung des 30. Lebensjahres. In Ausnahmefällen kann der erblich bedingte Haarverlust sogar bereits in der Pubertät einsetzen.

Die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern ist der genetisch bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie). Die genauen Zusammenhänge und Ursachen hierfür sind noch nicht restlos bekannt. Der aus Testosteron gebildete Stoff Dihydrotestosteron (DHT) scheint bei dieser spezifischen Form des Haarverlustes jedoch eine Schlüsselrolle zu spielen.

Typischerweise dehnt sich der erblich bedingte Haarausfall bei Männern zu Anfang schnell, später verlangsamt über den gesamten Scheitelbereich aus. Kahle Stellen können zur Bildung einer Halbglatze mit verbleibendem hinteren und seitlichen Haarkranz (Tonsur) führen.

Außer dem erblich bedingten Haarausfall gibt es auch andere Formen des Haarausfalls, z.B. gelegentlich den kreisrunden Haarausfall (Alopecia Areata), der vermutlich als Autoimmunreaktion schubartig auftritt und durch kreisrunde, stark abgegrenzte Stellen charakterisiert ist. Diffuser Haarausfall kann die Folge von Krankheiten oder Ernährungsmängeln sein.

Durch Einsatz von Medikamenten gegen den erblich bedingten Haarausfall lässt sich der Haarausfall anhalten und eine Verdickung des zu Therapiebeginn vorhandenen Haarbestandes bewirken. Eine medikamentöse Behandlung sollte daher so früh wie möglich erfolgen.

Um eine wirksame Therapie gegen die individuell vorliegende Form des Haarausfall entwickeln zu können, muss der Arzt zunächst Form und Ursachen des Phänomens klären und eine entsprechende Therapie vorschlagen.


Männer sind so lange gesund bis sie tot umfallen.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ist es möglich Krankheiten früh zu erkennen und so die Chancen auf Heilung zu steigern. Dies gilt für die häufigste Todesursache bei Männern, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ebenso wie fär Lungenkrebs, Prostatakarzinom oder Dickdarmkarzinom.

Vielseitige und abwechslungsreiche Ernährung

Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen hilft Krankheiten vorzubeugen. Übergewicht, Vitamin- und Mineralstoffmangel oder übermäßiger Alkoholkonsum schaden der Gesundheit und können die Testosteronwerte senken.

Sport und Bewegung

Regelmäßiger Sport fördert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und stärkt die Abwehrkraft des Körpers gegen Krankheiten. Krafttraining kann sich positiv auf die Testosteronwerte auswirken. Als Nutzer des mednanny Gesundheitspasses werden Sie automatisch auf Basis Ihres Profils (z.B. Alter, Geschlecht) und Ihrer Eintragungen in Ihren Gesundheitspass (z.B. Impfpass) an Vorsorgeuntersuchungen und fällige Impfungen per E-Mail oder SMS erinnert.


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